Die rote Katze von Robert Brack als Virginia Doyle

Der Autor Robert Brack schreibt als Virginia Doyle und nimmt uns mit ins Hamburg des Jahres 1903, besser gesagt nach St. Pauli, das sich zu der Zeit bereits als Vergnügungsviertel etabliert hat. Gleich zu Beginn des Krimis geschieht der Mord an einer Tänzerin der Revue »Die rote Katze« und wird somit zum ersten Fall für den neu ernannten, verdeckten Ermittlers Heinrich Hansen. Dieser kehrt nach Jahren auf See gerade erst zurück in seine alte Heimatstadt. Kennt die Menschen und das Umwelt also nur zu gut. Doch ist er neu in seinem Job und muss von daher seinen Weg erst finden.

Nicht nur für Hamburg-Kenner und -Liebhaber eine spannende Lektüre, der Autor schreibt in erfrischendem Sprachstil mit glaubwürdigen Dialogen, so dass wir regelrecht hinein tauchen können in die Atmosphäre St. Paulis im beginnenden 20. Jahrhundert. Mich hat Robert Brack mit seinem Kriminalroman sehr gut und spannend unterhalten. Besonders gefällt mir an seinem Schreibstil, dass er der Story auch mal eine Wendung gibt, die ich zuvor nicht erwartet hätte. Gut kann ich verstehen, dass der Autor zwei Mal mit dem »Marlowe« und einmal mit dem »Deutschen Krimi-Preis« ausgezeichnet wurde. Gerne möchte ich nun die Folgefälle um Heinrich Hansen lesen. Ich vergebe dem Buch fünf von fünf Sternen.

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