Mord am Schleiufer von Gea Nicolaisen

Nun liegt sie vor, die Fortsetzung von „Zündstoff“. Die Geschichte um Lucie und Ragnar geht weiter.

Hier vorab der Klappentext:

Gerade hat Lucie die schrecklichen Ereignisse des Frühjahrs vergessen und mit Freunden und Familie ihre Verlobung mit Ragnar gefeiert, da geschehen unheimliche Dinge. Lucie ist auf dem Heimweg, als plötzlich ein Wagen auf sie zu rast und einfach nicht bremst. In letzter Minute rettet sie sich in den Graben der Landstraße. War das ein Mordanschlag? Aber wer sollte sie umbringen wollen? Kurz darauf wird die Leiche eines Mannes am Flussufer angespült, ausgerechnet vor Ragnars Werft. Es scheint, der Tod kommt zurück an die Schlei, und bald schon schwebt Lucie erneut in Lebensgefahr.

Und hier der Link zur Leseprobe

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Segeltörn mit Fehlstart

Der Hamburger Nicolai Mauret von Kreutzenstein genannt Colya hat die Yacht Schandy Lee eben erst in Schleswig käuflich erworben. Er plant das Schiff selbst zusammen mit dem dafür angeheuerten Mitsegler Sven Hinrichs nach Hause zu überführen, doch seine Pläne werden derbe durchkreuzt. Zunächst erscheint Sven nicht zur verabredeten Auslaufzeit und wenig später wird obendrein noch ein auf bestialische Weise Ermordeter an Bord der Yacht aufgefunden. Zusammen mit Maibritt Mommsen, einer Referendarin bei der Staatsanwaltschaft, die zugleich Svens Freundin ist, versucht sich Colya auf eigene Faust außer Verdacht zu bringen und den Aufenthaltsort des verschwundenen Svens herauszufinden. Nun beginnt für Colya und Maibritt eine spannende und gefährliche Verbrecherjagd im Drogendealermillieu. Die Autorin lässt die beiden temporeich so manche brenzlige Situation durchstehen und ganz nebenbei bahnt sich zwischen Colya und Maibritt eine kleine Romanze an. Werden es die beiden schaffen, Sven zu finden und den unter Verdacht stehenden Colya zu entlasten?

Die Autorin Gea Nicolaisen (ehemaliger Autorenname Gefion Clausen) hat ihr Erstlingswerk ”Flensburger Intermezzo” von 2004 sorgfältig überarbeitet und nun als Kindle E-book ganz frisch neu aufgelegt. Im Dezember 2014 bin ich mit dem Krimi ”Zûndstoff” erstmalig Gea Nicolaisen begegnet und sie konnte mich sofort mit ihrem Schreibstil überzeugen. Genauso erging es mir nun mit der Kriminal-Geschichte um Colya und Maibritt. Das Spiel mit der Sprache, das Gea Nicolaisen so perfekt beherrscht, ist einfach herrlich unkonventionell und erlebnisreich für mich als Leserin. Gerade mit ihrer Figur Colya hat sie einen spritzig und kantigen Charakter erschaffen, der mich an einen – wenn zugegebenermaßen sehr modernen – jungen Grafen Guldenburg Junior erinnert.

Dieser Krimi verspricht einen packenden Lesegenuss und wird deshalb gerne von mir weiter empfohlen; ich vergebe dem Buch fünf von fünf Sternen.

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Zündstoff von Gea Nicolaisen

Lucie Croon die Protagonistin des Schleswig-Krimis der Autorin Gea Nicolaisen lebt noch nicht lange in der Stadt, als sich eine junge Frau Fenja, mit der sie sich im Gitarrenunterricht angefreundet hatte, von einer Brücke stürzt und tödliche Verletzungen davon trägt. Kurz darauf erschüttern Bombendrohungen die kleine Stadt an der Schlei. Und Lucie beginnt eigenhändig mit Ermittlungen zusammen mit Ragnar Calliesen und Malte Stürmer, zwei Schulfreunden Fenjas. War es wirklich ein Selbstmord und hängen die Bombendrohungen mit Fenjas Tod in irgendeiner Form zusammen? Lucie kommt dabei nicht nur dem ermittelnden Kommissar Bendixen in die Quere sondern ebenfalls dem Sohn ihres Chefs Calliesen näher. Auch sie gerät in den Kreis der Verdächtigen der Polizei, denn sie hält sich mehr als einmal in der Nähe der Schauplätze auf, wenn eine der Drohungen eingeht. Steht sie selbst auf der Liste des Bombenlegers oder hat es etwas mit den Machenschaften ihres Arbeitgebers zu tun, der sich aufgrund seiner Geschäfte im Bauwesen in der kleinen Stadt nicht nur Freunde macht?

Gea Nicolaisen versteht es eine unsagbare Spannung aufzubauen und diese wird bis zum überraschenden Schluss des Buches aufrecht erhalten. Die ganze Handlung öffnet sich uns Lesern erst mehr und mehr und die Autorin verblüfft zudem mit Wendungen, die nicht gleich absehbar sind. Zudem schreibt sie in einem frischen Stil, die Dialoge sind locker und wirklichkeitsnah. Ganz nebenbei lässt uns Gea Nicolaisen ihre Liebe zu der Stadt Schleswig spüren, wir Leser fühlen uns fast wie selbst vor Ort.

Gerne vergebe ich dem Buch fünf von fünf Sternen und empfehle es von Herzen gerne weiter, denn dieser Krimi hat mich richtiggehend gefesselt.

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