Buch-Verlosung!

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Buchverlosung zur Blogtour!

Anlässlich seiner Blogtour mit „Salziges Blut“ verlost der Autor Wolfgang Haupt insgesamt vier seiner Bücher.

1. Preis: Der algerische Hirte mit Signatur und Salziges Blut

2. Preis: Salziges Blut

3. Preis: Salziges Blut

Um eines der Bücher zu gewinnen, müsst Ihr einfach nur hier in der Kommentarspalte folgende Frage beantworten:

In welchem Viertel in Salzburg wohnt Felix, der Protagonist aus „Salziges Blut“?

A: Lehen

B: Kreuzberg

Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen, die Verlosung läuft bis heute um Mitternacht und die Auslosung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – die GewinnerInnen werden spätestens am 10.08. in der Kommentarspalte bekannt gegeben und zudem persönlich kontaktiert.

Zusammen mit Wolfgang Haupt freue ich mich über Eure Teilnahme! Viel Glück allen!

Blogtour: „Salziges Blut“ Tag 2

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Gestern haben wir auf der Blogtour von Wolfgang Haupt bei Stephis Bücher Blog viel über den Autoren selbst erfahren, er hat uns Einblicke gewährt, in die Entstehung eines Buches und seine ganz eigene Arbeitsweise.

Heute macht der Autor nun Station auf meinem Blog und unser Thema sind der Inhalt sowie die Schauplätze seines Werkes „Salziges Blut“. Morgen geht es dann auf zum nächsten Halt beim Blog Meine Bücherbar.

Als kleine zusätzliche Überraschungen für Euch habe ich hier zum einen das mit Wolfgang Haupt geführte Interview, in einer Audio-Version (bitte den Link anklicken, er führt zu Soundcloud) vorliegen, so dass Ihr auch seine Stimme hören könnt und zum anderen war Wolfgang Haupt so freundlich, uns Bilder von den Original-Schauplätzen zur Verfügung zu stellen.

Hier das vollständige Interview im Text zum Nachlesen für alle die, die keine Zeit und Muße zum Lauschen der Audio-Version haben:

Im Rahmen seiner Blogtour begrüße ich heute als Gast den Autor Wolfgang Haupt, der uns sein neuestes Werk „Salziges Blut“ mitgebracht hat. Hallo Wolfgang, sei herzlich willkommen!

Hallo. Ich möchte dir meine neuen Thriller „Salziges Blut“ näherbringen, der im Juni bei Midnight by Ullstein, einem reinen E-book-Verlag, erschienen ist. Schauplatz der Handlung ist Salzburg, Österreich. Wo wir schon beim Klappentext wären …

Der Personenschützer Felix Horvat bekommt einen Anruf: Seine beste Freundin und Polizistin Andrea hat ein mit Säure verätztes Opfer am Tatort vorgefunden, auf dessen Handrücken dieselbe tätowierte 5 zu erkennen ist, die auch Felix trägt. Felix war früher in einer Jugendgang und scheinbar hat es jemand auf die ehemaligen Mitglieder abgesehen. Er ermittelt auf eigene Faust und wird von den Geistern seiner Vergangenheit heimgesucht. Als Felix‘ Familie ins Visier der Verbrecher gerät, muss er sich an den Einzigen wenden, der jetzt noch helfen kann: Darius, alter Freund, gefährlicher Junkie und selbst Träger einer 5. Gemeinsam mit Andrea kommen sie einer hochexplosiven Mischung aus Drogengeschäften, Ex-Militärs und Verrat auf die Spur …

Ich kenne die Stadt Salzburg nur von einem Besuch als Touristin und erinnere mich an das wunderschöne Panorama und natürlich an die Burg. Doch Du zeigst uns ebenso die Schattenseiten der Stadt, ist Dir das schwergefallen, wo es sich doch um Deine Heimatstadt handelt?

Eigentlich gar nicht. Was mich im Nachhinein wundert. Es ist ja mein Viertel, das mich schon seit der Jugend begleitet. Ich habe dort das Gymnasium besucht, wir sind dann weggezogen und meine Schule auch. 2008 bin ich dann zurück und wohne seitdem dort. Man könnte fast sagen, dass Felix und ich Nachbarn sind. Ich war während meiner Jugend auch in den Parks unterwegs, wir haben in der General-Keyes-Straße gewohnt. Der Lehener Park, die Wiese hinter der Paumannstraße waren nicht weit entfernt. Ich hatte einige Lehener als Freunde und einige nicht. Die Eltern haben nicht viel davon mitbekommen, aber damals hat ein rauer Ton unter den Jugendlichen geherrscht und die Gewaltbereitschaft war teilweise sehr hoch.
Später in Liefering war die Situation entspannter, aber trotzdem manchmal brenzlig. Wir hatten einmal Besuch von einer Taxhamer Gang, die uns mit Springmessern klargemacht haben, dass man sie nicht verarscht. Da gab es einige dieser Gruppierungen. Gangs aus Lehen gegen Liefering gegen Taxham und untereinander. Da ging es manchmal heiß her.
Und Drogen waren auch ein Thema. Ich kannte einen Typen, mit dem ich manchmal den Schulweg geteilt habe und der auf einmal nicht mehr kam. Ich hatte dem keine Bedeutung beigemessen, aber man sagt, er habe sich den goldenen Schuss verpasst. Auf jeden Fall lebte er nicht mehr. Das haben einige überschätzt, die Drogen meine ich.
Man könnte sagen, die Schattenseiten sind meine Jugend, mein Salzburg. Es geht natürlich schlimmer, ich hatte ja die Ausbildung als Ausweg, das Gymnasium als Gegenpol zu den Lehener Sitten. Das hatten nicht alle.
Deshalb finde die Schattenseiten relativ. Das ist Teil der Stadt und ein nicht unwesentlicher.
Das wird nur gerne totgeschwiegen, weil man sich dagegen nur schwer zu helfen weiß und das dem Image der Mozartstadt nicht dienlich scheint.
Doch Salzburg hat sich seit meiner und Felix‘ Jugend stark verändert. Die Armutsmigration in Lehen, Elisabeth-Vorstadt, Taxham, Liefering und die Reichtumsmigration in der Innenstadt. Beides hat nicht nur Vorteile gebracht. Die Wohnungspreise sind gestiegen, teils durch künstliche Verknappung, teils durch richtige Verknappung. In den „schlechteren“ Vierteln ist Kriminalität auch ein Thema. Ich war schon Zeuge einiger Polizeieinsätze. Raubüberfalle, Einbrüche, Verfolgungsjagden, ein paar Sachen, die ich aus der Zeitung erfahren habe. Ich kenne die Sirenen der Einsatzfahrzeuge am Klang. Mich hat es gottseidank noch nie getroffen, beziehungsweise nicht schlimm. Ich versuche da auch nicht zu viel darüber nachzudenken. Man gewöhnt sich auch daran. Aber einen Platz im Buch hat es „verdient“.

Sind alle Plätze real oder auch einige fiktiv, ich denke da z.B. an die Tankstelle?

Die Plätze sind real oder an reale Plätze angelehnt. Die Tankstelle gibt es wirklich, dort bin ich ab und zu zum Tanken, also Benzin. Die Beschreibung entspricht dem Bild, das ich von dort habe. Der Wirt, zu dem Andrea und Felix mit dem Motorrad fahren, ist einer meiner liebsten, wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin. Der weiß das gar nicht, dass er in einem Thriller verewigt wurde. Das Haus von Opa Hermann ist ein Hybrid. Das steht nicht in der Straße. Natürlich wäre das möglich, aber eigentlich ist es das Haus meiner Großeltern in Frankenburg am Hausruck in Oberösterreich. Eine Ode an die beiden, die leider schon verstorben sind.
Auch den Arbeiterbus gibt es wirklich. Ein Freund ist damit nach Belgrad gefahren. Nicht, um das zu tun, was Felix tut… das ist ein günstiger Weg, um nach Serbien zu fahren.
In Belgrad ist das etwas anderes. Die Zora Plava-Farm ist nicht wirklich dort. Nicht dass noch jemand hinfährt und die Leute dort verhaftet. ☺

In der Audio-Version (Link siehe oben) hört Ihr an dieser Stelle die Band „Big Hozz and the Animals“ mit ihrem Song „Son of Evil“

War Dir bei der Entstehung der Geschichte gleich klar, dass Du die Orte des Geschehens nach Salzburg platzierst?

Eigentlich nicht. Ich hatte lange mit dem Gedanken kokettiert, die Geschichte in Oberösterreich spielen zu lassen, weil die Grundidee eine andere war. Zwei Schatzsucher sollten das Zeug finden und das machen, was Werner und Darius damit gemacht haben.
Aber die Verbindung zwischen Oberösterreich und Salzburg war mir zu weitläufig, zu unlogisch. Mir erschien die örtliche Nähe realistischer. Ein Unbedarfter gerät sehr viel unwahrscheinlicher dort hinein, würde ich mal vermuten. Das gibt es natürlich, aber dann eher als Konsument. Es ist ja eine Jugend voller Hoffnung und zerstörter Träume, die die Gang verbindet. Das hatte für mich ein großes Verzweiflungspotential.

Was hat Dich veranlasst, deinen aktuellen Krimi in deiner Heimatstadt spielen zu lassen?

Meine Jugend, meine Erfahrungen. Ich hatte mich lange gegen den Gedanken gewehrt, weil ich dachte, dass hier kein Platz wäre für solch einen Schauplatz. Aber dann habe ich mich Izzos entsonnen, der ja auch sein Marseille zeigt wie kein anderer. Das derbe, das so überhaupt nicht zu der schönen Stadt passen will und sicher nicht als touristisches Aushängeschild. Ich dachte, der Markt wäre mit Mozartstadtkrimis gesättigt, obwohl die sich gut verkaufen. Viele Menschen lieben die Stadt und wenn ich durchgehe, denke und spreche ich oft über die Schönheit, die Millionen Touristen anzieht. Aber sie hat ein zweites Gesicht.
Zudem war mir Mozart, der zu gerne zu Rate gezogen wird, zu inflationär. Wenn man nach Salzburg kommt, wird man mit denselben Thematiken bombardiert. Mozart, Mozart, das Barocke, Trakl, vielleicht noch Thomas Bernhard oder Stefan Zweig. Man könnte sagen, die Leute sind stolz auf die Stadt, was ja nachvollziehbar ist, man könnte auch meinen, dass unsere berühmten Toten die Zugpferde des Tourismus sind. Das reizt mich eben nicht besonders.

Waren zuerst die Charaktere geformt oder erst die Schauplätze gefunden?

Am Anfang steht natürlich die Idee. Dann suche ich mir meine imaginären Freunde und teste, ob sie geeignet sind, ein solches Abenteuer durchzustehen. Woher müssen sie kommen, damit sie das auch schaffen? Was haben sie für einen Hintergrund? Wie sind miteinander verwoben? Im Zuge des Hintergrundes der Personen brauche ich natürlich auch die Orte, an denen sie gelebt haben, die soziale Prägung, die ja bestimmend für den Charakter sind.

Hast Du Kriminalbeamte in Deinem Bekanntenkreis, die Dir manchmal zu bestimmten Szenen Tipps und Ratschläge geben?

Ja, da gibt es einige, die mich vor Dummheiten bewahren. Ansonsten wäre das zu schwierig, Einblick in die Polizeiarbeit zu bekommen. Ich denke, das braucht es auch. Glaubwürdigkeit ist eine wichtige Sache in diesem Geschäft. 😉

Gibt es schon Reaktionen von Salzburgern zu Deinem Buch, wie finden sie es, ihre Stadt in „Salziges Blut“ wieder zu finden?

Die allgemeine Resonanz zu dem Buch ist sehr gut. Die Salzburger können sich natürlich mehr darunter vorstellen und leben richtig mit. Einer hat es sogar als Heimspiel für jeden Salzburger betitelt. Das freut mich wiederum. Da lag aber auch ein Stück Schwierigkeit darin. Ich kenne ja die Orte und bin mir dann nicht gleich im Klaren, ob das ausreichend, zu viel oder zu wenig beschrieben ist. Ich will ja der Vorstellungskraft genug Raum geben. Ich mag das gar nicht, wenn mir alles bis zuletzt erklärt wird oder ich mir gar nichts vorstellen kann. Da lese ich dann irgendwann dran vorbei. Das ist eine dünne Linie, die man entlang schreibt.

Dankeschön, lieber Wolfgang, dass Du heute mein erster Gast warst. Das hat richtig Spaß gemacht mit Dir!

Wie der österreichische Kaiser immer zu sage pflegte: es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!

In der Audio-Version (Link siehe oben) folgt noch einmal ein Song der Band „Big Hozz and the Animals“ diesmal „Lucifers friend“.
Das war’s für heute, bis demnächst in Angis Bücherkiste Podcast.

Ein kleiner Einblick Behind the Scenes:

Die Bilder dürften gerade für uns Nicht-Salzburger interessant und spannend sein, alle denjenigen, die das Buch bereits kennen, dient es als Auffrischung zum Thema und für die zukünftigen Leser bieten sie sicherlich ein Hinein-schnuppern die die Atmosphäre des Buches „Salziges Blut“.

Felix' Refugium Krisplerwirt Lehen Lehen2 Lehen3 Lehen4 Lehen5 Lehener Park Rossfeld Tankstelle

Blogtour zu “Salziges Blut” von Wolfgang Haupt !

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Vorankündigung:

Die Blogtour zu Wolfgang Haupts neuem Thriller „Salziges Blut“ macht am 4./7. August hier in Angis Bücherkiste Station – lasst Euch überraschen, was der Autor uns über sein Buch zu erzählen hat.

Dem Banner könnt Ihr entnehmen, wo der Autor mit seinem Buch außerdem zu Gast sein wird. Eine Verlosung wird übrigens auch stattfinden, das möchte ich schon jetzt verraten!

Hier könnt Ihr meine ausführliche Rezension zu „Salziges Blut“ nachlesen oder besucht doch einfach mal Wolfgang Haupts eigene Webseite.

Die Vergangenheit streckt ihre gefährlichen Fühler aus

Welch ein fulminanter Einstieg in ein Buch, der Prolog in Wolfgang Haupts neuestem Werk „Salziges Blut“, ist eindrucksvoll geschrieben und ganz und gar atmosphärisch, ich bin als Leserin sogleich völlig gebannt von der Situation, doch in erster Linie bin ich zutiefst überrascht: ich hatte ihn in der Art nicht erwartet, nämlich er ist aus der Sicht eines Pferdes, einer Stute, beschrieben. Eine einzigartige Idee, die der Autor hervorragend umgesetzt hat – Chapeau!
Felix Horvat, ein Personenschützer, lebt in Salzburg, er ist leidenschaftlicher Raucher und er besitzt die Kaffeemaschine, für die George Clooney Werbung macht, in der Hoffnung, dass sie ihm ebenso beim Flirten hilft wie diesem in der TV-Reklame. Gerade befindet er sich selbst in einer melancholischen Stimmung, da erhält er einen Anruf seiner Freundin und Gelegenheitspartnerin Andrea, sie, die Polizistin, bittet ihn um Unterstützung in einem Fall, in dem das Opfer die gleiche Tätowierung trägt wie Felix; das „Brandzeichen“ einer Jugendgang und deren ehemalige Mitglieder scheinen sich in Gefahr zu befinden. Felix beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und gerät dabei ins Visier der Täter.

Der Autor schafft eine wunderbare Stimmung, fängt das Leben in der Großstadt Salzburg mit all seinen Farben und Schwingungen ein, positiv wie negativ, macht das Buch damit lebendig. Mit seinem Protagonisten Felix hat er eine starke und interessante Persönlichkeit hervor gebracht. Horvat ist ein wenig der einsame Wolf, ist jemand der neben seinem Job mit eigenen Problemen aus seiner Vergangenheit zu kämpfen hat. Die Nebencharaktere, besonders benennen möchte ich Suzuki, Felix einzigem engen Freund, mit dem er auch mal zusammen schweigen kann, sind ebenfalls durch die Bank erstklassig geglückt, runden das Geschehen glänzend zu einem hervorragendem Thriller ab. Stück für Stück fügt sich die Geschichte mit all ihren Personen und Schauplätzen wie ein Puzzle zusammen. Wolfgang Haupt nimmt mich als Leserin zu jedem Zeitpunkt mit, lässt den Spannungsbogen nie abreißen. Ich habe sein Erstlingswerk „Der algerische Hirte“ bereits geliebt, umso mehr beeindruckt mich sein neuestes Buch, denn es ist intensiver, schneller in den Entwicklungen, damit ereignisreicher und falls dies überhaupt möglich ist, noch fesselnder geschrieben.

„Salziges Blut“ ist ein atemraubend spannungsvoller und speziell bestens gelungener Thriller, dem ich leichten Herzens seine verdienten fünf von fünf möglichen Sternen vergebe. Dieses packende Buch möchte ich gerne weiter empfehlen, an alle die Leser, die nervenzerreißende, temporeiche und brisante Lektüre bevorzugen.

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Der algerische Hirte von Wolfgang Haupt

Der algerische Hirte lässt uns Leser teilhaben an der Welt der Geheimdienste, die schwierige, nahezu unlösbare Arbeit der Polizisten. Das Buch zeigt uns Terroristen auf der einen Seite und das Leid der Zivilbevölkerung mit erschreckenden Schicksalen auf der anderen. Es nimmt uns mit in die Ära des Algerienkrieges und schildert dessen Auswirkungen, die bis in die heutige Zeit hinein zureichen scheinen. Ein fesselnder Kriminalroman, der für unseren Protagonisten, den französischen Kommissar François Ranfort, nicht schwieriger starten könnte. Steht er doch unter Mordverdacht, das wäre allein schon schlimm genug, doch handelt es sich bei dem Ermordeten dazu noch um einen Vertrauten, seinen Freund Auguste. Eine nervenaufreibende Ermittlung startet, die Ranfort, aufgrund der Fahndung gegen ihn, sogar größtenteils allein und geheim durchführen muss. Parallel wird die Geschichte des jungen Pedro erzählt, ein Soldat im Algerienkrieg, der gerade seine ersten Kampferfahrungen durchlebt. Pedro, der auf eine erschreckende Weise Gefallen am Morden entwickelt. Morden und Foltern aus Lust und Machtgefallen. Doch der Autor Wolfgang Haupt zeigt uns im Laufe der Geschichte weitere Gründe auf, warum Menschen morden. Wie sind diese beiden Geschichten miteinander verknüpft, wurde Auguste ermordet, weil er etwas wusste oder etwas besaß, an dem noch heute die Geheimdienste interessiert sind? Tiefer und tiefer wird Ranfort verstrickt in Machenschaften, die er selbst anfänglich nicht durchschaut. Er muss versuchen, sich am eigenen Kragen ziehend, aus dem Sumpf, in den er hinein geraten ist, selbst zu befreien. Es bleibt keine Zeit zum Durchschnaufen, gerät Ranfort doch von einer brenzligen Situation in die nächste. Für uns Leser ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten, zu viele Personen trachten Ranfort und den Menschen in seiner Nähe nach dem Leben bzw. versuchen durch Folterung an Informationen zu kommen. Nicht nur einmal fragt sich der Kommissar, ob er seiner Umgebung Unglück bringt. Stück für Stück, wie ein Puzzle, fügen sich beide Geschichten, die Ranforts und die des Soldaten Pedro, zu einer zusammen. Als nahezu am Ende des Buches Kommissar François Ranfort schlussendlich alle Fäden in seinen Händen zusammen zuhalten glaubt und alle Rätsel als gelöst anmuten, soll es zum finalen Clou kommen, doch bleibt diese erneute Wendung lediglich eine Illusion. Der Autor reißt wieder einmal die Zügel herum und lässt die Story anders enden als erwartet … Eine durch und durch spannende Story, in einer hervorragenden Art geschrieben. Die dunklen Kanäle der Geheimdienste und Attentate, die es zu verschleiern gilt. All das keine leichte Kost, doch nichtsdestotrotz empfehle ich das Buch nur zu gerne. Leser von Jan Guillou oder Tom Clancy werden es verschlingen und lieben.

Ich vergebe dem Buch 5 von 5 Sternen.

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